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Lauter schöne Sätze - Aus Liebe zu guten Büchern

Lauter schöne Sätze

Ein Blog der schönen Sätze!

Kein Blog mit schönen Sätzen! Vielleicht schleicht sich ab und zu einer ein, die Autorin gibt sich Mühe, aber es geht um die schönen Sätze anderer Menschen.

Um Sätze, die mich zum Nachdenken gebracht haben, die mich zum Lachen und manchmal zum Weinen gebracht haben, die mich zornig oder fröhlich gemacht haben.

Es geht um Bücher, die mich berühren!

 

Warum ein Blog über Bücher, fragt Ihr. Noch ein Blog über Bücher?

Lasst mich ein wenig mit der Erklärung ausholen.

Zwei Bücher haben mich in den letzten Wochen bewegt.

 

Buch Nummer eins

Ich suchte ein Geschenk und es wurde mir in einer kleinen Buchhandlung empfohlen: das ideale Urlaubsbuch, gut für den Strand oder den Abend auf der Terrasse in den Bergen, bestsellerlistenerprobt und schön zu lesen.

Was soll ich über dieses Buch schreiben, das ich verschenkt habe, selbst in die Hand nehmen durfte, lesen konnte, … und am liebsten in die Ecke geschmissen hätte? Solidarität mit der Beschenkten verpflichtete mich zum Blättern bis zum bitteren Ende, das mich in Form eines makellosen Happy Ends beglücken sollte.

So viele Bewertungen schreiben unglaublich schöne Sätze über dieses Buch, dass es nur einen Schluss zulässt: ich gehöre zur falschen Zielgruppe. 450 Seiten Dreigroschenroman ist nicht mein Ding.

Ich schreibe keine Bewertung. Die Autorin würde eine negative Kritik meinerseits durchaus verschmerzen, ihr Bestsellerlistenplatz nicht darunter leiden und sie wird weiter einen Roman nach dem anderen entbinden. Nur ich werde nie wieder einen Cent dafür ausgeben. Ein fairer Deal, wenn man beachtet, dass sie ohnehin nur einen Bruchteil des Buchpreises als Tantiemen erhält.

 

Buch Nummer Zwei

Ich stoße durch Zufall auf dieses Buch. Ein erster Roman. Eine Frau, zwei Männer, der Tod – das ist die Schnittmenge mit einem Text, den ich zur Zeit schreibe. Ich muss es kaufen – und lege es bis zum letzten Satz nur noch für überlebensnotwendige Dinge aus der Hand. Was für ein wundervoller Text! Welche Wortgewalt! Sätze, die zum Nachdenken anregen!

Neugierig lese ich die Bewertungen. Die Zahl der Bewertungen ist begrenzt, die Mehrzahl bewertet das Buch sehr gut. Doch dann stoße ich auf die selbsternannten Rezensenten, deren Literaturergüsse sich zwischen der fehlerfreien Schreibweise von Protagonist, Plot und Spannung austoben und die gelesen haben, dass ein Satz nicht mehr als zwanzig Worte haben sollte.

An eine kleine, literarische Perle werden Maßstäbe gelegt, denen sie in keinster Weise Genüge leisten muss.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass mit diesen Rezensionen einem Erstlingswerk die Flügel gekappt werden, bevor es überhaupt fliegen kann. Und das macht mich wütend.

 

Was ist das Ziel meines Blogs?

Ich möchte in losen Abständen Rezensionen von Büchern verfassen, die mir gefallen haben.

Mein Anspruch ist nicht, als Expertin aufzutreten. Mir reicht es, wenn ich den einen oder die andere auf einen guten Text aufmerksam machen kann.

Was mir nicht gefallen hat, wird nicht besprochen, nicht einmal erwähnt. So einfach ist das!

Seid gespannt auf das, was kommt!

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